Was Angehörige häufig erleben

  • Sorge und Angst um den Menschen, der ihnen nahesteht
  • Unsicherheit: Wie reagiere ich auf Symptome und ungewohntes Verhalten?
  • Hilflosigkeit, wenn jemand leidet und man wenig tun kann
  • das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein
  • eigene Erschöpfung, die niemand sieht
  • eine Beziehung, die sich verändert
  • Rückzug, weil Aussenstehende wenig Verständnis zeigen
  • finanzielle und organisatorische Sorgen

Erkennen Sie sich wieder? Damit sind Sie nicht allein.

Die Doppelrolle

Sie stützen:

  • Sie sind oft die erste Anlaufstelle in einer Krise.
  • Sie helfen im Alltag, praktisch und emotional.
  • Sie ermutigen zur Therapie.
  • Sie begleiten die Genesung über lange Zeit.
  • Sie geben Halt und Stabilität.

Sie tragen selbst:

  • Gefühle wie Trauer, Wut oder Schuld
  • eigene Bedürfnisse, die zu kurz kommen
  • viele offene Fragen
  • die Sorge um die eigene Gesundheit

Mein Ansatz für Angehörige

Als meine eigene Familie betroffen war, drehte sich die Hilfe um die Krankheit. Für uns als Familie gab es wenig, und wir mussten vieles selbst herausfinden. Deshalb stehen bei mir Sie im Mittelpunkt: Ihre Fragen, Ihre Grenzen und Ihre Kraft. Wir schauen gemeinsam, wie Sie für den anderen da sein können, ohne sich selbst zu verlieren, und wie Ihre Familie als Ganzes wieder Boden findet.

Bei mir dürfen Sie alles aussprechen, auch Wut, Erschöpfung oder den Wunsch nach Abstand. Wir richten die Gespräche nach Ihnen aus, und Sie bestimmen das Tempo mit.

Gemeinsam erarbeiten wir:

  • ein Verständnis der Erkrankung und dessen, was sie mit Ihrer Familie macht
  • Sicherheit im Umgang mit Symptomen und schwierigen Situationen
  • Grenzen, die Sie ohne Schuldgefühle setzen können
  • Wege, schwierige Gespräche zu führen
  • Raum für Ihre eigenen Bedürfnisse und Ihre Erholung
  • einen Plan für Krisen: wer was tut und wo es Hilfe gibt
  • neue Rollen in der Familie, die für alle tragbar sind

Wenn Sie es wünschen, beziehe ich weitere Familienmitglieder oder die erkrankte Person selbst mit ein.

Sie müssen nicht auf den ersten Termin warten:

  • Informieren Sie sich über die Erkrankung. Wissen nimmt Angst.
  • Planen Sie feste Zeiten nur für sich ein und halten Sie sie ein.
  • Nehmen Sie Hilfe an, wenn jemand sie anbietet, und fragen Sie auch danach.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Angehörigen aus, etwa in einer Angehörigengruppe.
  • Setzen Sie Grenzen. Für die Genesung des anderen sind Sie nicht allein verantwortlich.
  • Pflegen Sie Ihre eigenen Freundschaften und Interessen weiter.
  • Achten Sie auf Ihre eigenen Warnzeichen: schlechter Schlaf, Gereiztheit, Rückzug.

In einer Krise müssen Sie nicht allein entscheiden. Die Dargebotene Hand ist unter 143 rund um die Uhr erreichbar, auch für Angehörige. Bei akuter Gefahr wählen Sie 144.

Sprechen wir darüber

Sie kümmern sich um jemanden. Hier kümmert sich jemand um Sie. In einem ersten Gespräch finden wir heraus, was Sie brauchen und ob mein Ansatz zu Ihnen passt.