Junge Männer unter Druck
Zwischen 16 und 30 kommt vieles zusammen: Ausbildung, der erste Job, der Auszug von zu Hause, Beziehungen und die Frage, wer man sein will. Gleichzeitig haben viele junge Männer früh gehört, dass man Probleme selbst löst und sich nichts anmerken lässt. Das geht oft lange gut. Wenn es nicht mehr geht, fehlen die Worte dafür, und Hilfe zu holen fühlt sich wie Versagen an. Das ist es nicht.
Bei Männern zeigt sich Belastung oft weniger als Traurigkeit und eher so:
Dahinter kann eine Depression, eine Angststörung oder ADHS stecken. Oft ist es schlicht zu viel auf einmal.
→ Mehr über Depression, Angst und ADHS
Leistung und Zukunft
Prüfungen, Lehrabschluss, Studium, Rekrutenschule, der erste Job: Alles soll klappen, und zwar jetzt. Dazu kommt die Sorge, sich falsch zu entscheiden.
Wer ich als Mann sein will
Stark und zugleich einfühlsam, erfolgreich und zugleich entspannt: Die Erwartungen widersprechen sich. Den eigenen Weg dazwischen zu finden braucht Zeit.
Beziehungen und Einsamkeit
Nähe, Sexualität, eine Trennung oder das Gefühl, niemanden wirklich zu haben. Viele haben Kollegen, aber kaum jemanden, mit dem sie über Ernstes reden.
Ablösung von zu Hause
Ausziehen, eigenes Geld, Streit mit den Eltern oder Schuldgefühle ihnen gegenüber.
Vergleiche
Körper, Geld, Status: Online haben es scheinbar alle besser im Griff.
Konsum und Bildschirm
Alkohol, Cannabis, Gamen, Pornos oder Sportwetten helfen kurz beim Abschalten und werden manchmal selbst zum Problem.
Sie müssen nicht wissen, was genau los ist. «Es läuft nicht mehr» reicht als Anfang. Wir reden auf Augenhöhe, und Sie bestimmen, worüber und wie schnell. Ich höre zu, frage nach und sage Ihnen offen, was ich sehe. Neben dem Reden arbeiten wir an konkreten Dingen, die Sie zwischen den Gesprächen ausprobieren können.
Sie müssen nicht auf den ersten Termin warten:
Sprechen wir darüber
Ein erstes Gespräch verpflichtet zu nichts. Wir klären, was Sie beschäftigt und ob ich der Richtige dafür bin.